Manchmal 

Manchmal
tränke ich das Meer
mit meinem Salz
dann schöpfe ich
zwischen den Gezeiten
meine Kraft

Manchmal
gehe ich den Weg
zum See
dann schwimme ich
zwischen den Ufern
meiner Ruhe

Manchmal
flattern meine Worte
aus den Fingerspitzen
dann lege ich einen Gedanken
zwischen die leeren Seiten
meiner Erinnerungen

In wessen Hände

In wessen Hände legst du dein Leben?

In die deines dir liebsten Menschen, dem du uneingeschränktes Vertrauen entgegen bringst, weil du weißt, dass er es niemals missbrauchen würde? In die Hände des deutschen Narkosearztes, den du bis kurz vor dem Eingriff noch nie gesehen hast? In die steril vorbereiteten Hände des ungarischen Chefarztes der Neuroradiologie, der sie konzentriert vor seiner Brust hält und darauf wartet, dass er dir einen Katheter in die Arterie einführen kann, um von deiner Leiste über die Aorta bis zu deinem Gehirn zu gelangen? Oder legst du dein Leben in die Hände des polnischen Lastwagenchauffeurs vor dir, der mit seinem behaarten Unterarm winkt, was wohl bedeutet, dass die Gegenfahrbahn frei ist und du überholen kannst? Legst du dein Leben in die Hände deines kriegserfahrenen Kommandanten, der dir Rückendeckung verspricht, während du den Feind angreifst? Oder würdest du dein Leben in die Hände eines dir unbekannten Menschen unbekannter Nationalität legen, dessen Sprache du nicht verstehst, der dir aber zu verstehen gibt, dich mit 70 anderen Menschen in einem LKW über die Grenze in den Frieden zu fahren?

Welche Rolle spielen die genannten Nationalitäten in deinen Überlegungen, ob du dein Leben in die Hände dieser Menschen legen sollst? Legst du überhaupt jemals dein Leben in die Hände jemandes – und hattest du dabei bislang das Privileg der Wahl?

Am Rande irgendeiner Innenstadt

1963 – 1986
Jahreszahlen,
in Stein gemeißelt,
getrennt
durch einen Binde-
strich von dreiundzwanzig
Jahren Dauer.

Die Zeit dazwischen:
Dein Leben

Ich sitze auf einer Bank am Rande irgendeiner Innenstadt und nippe am Leben. Nicht, dass es zu heiss wäre, wie frisch aufgegossener Tee, nein, es scheint mir nur zu kostbar, um es gierig zu verschlingen. Der Becher ist gut gefüllt, auch wenn Du einen kräftigen Schluck davon getrunken hast. Ich ging sparsam um mit der Leere, die Du hinterliessest, teilen musste ich sie mit niemandem.

Die Zeit stand ohnehin still, weisst Du. Jedes noch so sanfte Berühren dieser Stille liess die Fragen glühen und verwischte die Antworten, längst bevor sie jemand niederschreiben konnte. Lautlosigkeit füllte die Glasglocke. Verblasste Antwortbuchstaben stillten die Zeit.

Das Leben ist ein Salamander. Verliert es einen Körperteil, wächst ein Neuer nach. Das hast Du nicht gewusst, oder? Du dachtest, da würde nichts mehr wachsen und Öde war nie Dein Land gewesen. Niemand konnte so fabelhaft wie Du vom Hier in die Fremde entführen. Deine Welt war das tiefe Horn des Dampfschiffes, das in die See stach, die auch Du selbst warst. Du warst das ansteckendste Lachen im Gesicht, kleine Grübchen, in die man sich verbergen konnte. Da spielte noch Musik. Wie schade, dass Du sie nicht hören konntest im Knall des Aufpralls auf die Mauer.

Ich kann sie sehen, die Mauer, am anderen Ende der Innenstadt. Bilder verblassen nicht, weisst Du. Das ist das Schlimme: zusehen. Man wird älter davon. Ich habe mir geschworen, heute nicht zu gehen, auf dieser Bank sitzen zu bleiben und das Leben in mich hinein rieseln zu lassen, weil ich früher oft gegangen bin, allzu oft. Und wer weiss – möglicherweise vermag der Regen doch noch, die Bilder zu verwaschen.

Kursiver Text: Aus »Der Schnee gilt mir« von Hermann Burger

Die goldene Armbanduhr

Sie legte die filigrane Armbanduhr längs über ihre Handinnenfläche, so, dass der goldene Verschluss des schwarzen Armbandes auf der Kuppe ihres Zeigefingers lag. Der runde Uhrkörper schmiegte sich an den sensiblen Punkt des Handtellers, an dem die Herzlinie begann. Das andere Ende des schmalen Lederarmbandes, das sich durch das Tragen der Uhr am Handgelenk zu einem Bogen geformt hatte, lag exakt am Ende ihrer Lebenslinie. Sanft, fast zärtlich, strich sie mit der rechten Hand über das leicht gewölbte Glas, das sich als schützendes Dach über das goldfarbene Zifferblatt spannte. Als Ziffern dienten zwölf eher kantige, gegen innen spitz zugeformte Balken, die der ansonsten in feinen, runden Linien gestalteten Uhr etwas Markantes verliehen. Die wiederum äusserst filigranen Zeiger hatten ihre letzte Bewegung vor ungezählten Jahren um exakt drei Uhr fünfunddreissig und vierunddreissig Sekunden ausgeführt. Seither hatte niemand es für wichtig erachtet, der Uhr und ihrer Zeit wieder Leben einzuhauchen.

Die Uhr einer längst untergegangenen Marke hatte keinen materiellen Wert. Das Gehäuse war nur vergoldet und das spröde Lederarmband konnte seine Abnutzung nicht mehr verbergen. Und doch, für sie, in deren Hand sie nun lag, war sie von unschätzbarem Wert. Sie legte die Uhr über ihr linkes Handgelenk, als wollte sie sie anziehen. Die Grösse würde passen, das zierliche Handgelenk hatte ihre Mutter ihr vererbt. Das aus Gelbgold gefertigte Herz, angebracht an der Halterung des Armbandes, legte sich schlafend auf ihre Haut.

Ihre Mutter hatte zeitlebens nicht viel Schmuck besessen. Zwei oder drei Paar Ohrringe, eine dünne Halskette aus Gelbgold, an der ein ebenfalls goldenes Kreuz hing. Dazu kam später zur Verlobung von ihrem zukünftigen Mann die filigrane Armbanduhr und kurz darauf der schlichte, ebenso gelbgoldene Ehering, den sie bis an ihr Lebensende trug. Den Ring ihres Gatten, mit dem sie mehr als fünfzig Jahre ihres langen Lebens geteilt hatte, verschenkte sie nach dessen Tod ihrer Enkelin.

Ihre Eltern waren nun schon vor vielen Jahren verstorben und auch sie selbst war alt geworden. Dachte sie an ihre Kindheit zurück, wurde ihr heute noch schwer ums Herz. Es gab nicht viele Andenken an diese Zeit, ein paar wenige Fotos nur, alle älter als sie selbst. Die Zeit, in der die Uhr, die still auf ihrem Handgelenk lag, noch tickte, lebte nur noch in ihren Erinnerungen.

Sie hatten oft gestritten, ihr Vater hatte sich alles anders vorgestellt in seinem Leben und ihre Mutter auch. Gegenseitige Vorwürfe machten das fehlende Geld nicht wett und die viel zu grosse Kinderschar war unerbittlich in ihren Forderungen an die Eltern. „Sei froh, Kind, dass wir Dich auch noch durchgefüttert haben!“ „Wärt ihr Kinder nicht, ich hätte ihn schon längst verlassen!“ Als jüngstes Kind der Familie hatte sie ihre Eltern erst kennen gelernt, als deren Beziehung längst zur frustrierten Zweckgemeinschaft mutiert war.

Und doch, zu einer anderen Zeit, musste die Verbindung ihrer Eltern eine liebevolle gewesen sein. Eine Beziehung, die gegen gesellschaftliche Zwänge kämpfte und gewann. Ein verliebter, stämmiger Mann, der sich das Geld für eine filigrane Armbanduhr vom Mund absparte und eine zauberhafte Frau, deren Herz darüber aufging. Und irgendwann, vor ungezählten Jahren, um exakt drei Uhr fünfunddreissig und vierunddreissig Sekunden, war diese Zeit vorbei.

Nicht Ewigzeit

Es ist dieser Ort, an dem alle Kindheitserinnerungen ein Federbett gefunden haben. Ein Nest, wohlig und warm, in dem man sich behaglich fühlen kann. Es ist, als wäre dort die Zeit der Kindheit bewahrt, als wäre danach nichts mehr geschehen, als hätte diese Kinderseele entschieden: Alles was kommt ist nicht. 

Es ist nicht, dass der Abschied vom geliebten Menschen eine Lücke reisst in dieses Kinderleben, das so  glücklich war an seiner Hand. Nicht ist auch, dass der versprochene Ewigplatz im Herzen nicht der erhofften Rückkehr entspricht und nicht dieses riesige schwarze leere Loch wieder auffüllt mit Licht und Farbe und Wärme und Zuneigung. Niemalsnicht ist der Entzug der Liebe und der stillen Zeit geschehen, ganz bestimmt nicht ist der Ersatz für die leise Beruhigedichstimme diese Hektik der Überforderung und das laute Klagen über das Vergängliche im Leben, den Tod.

Es ist, als wäre die Zeit an jenem Ort stehen geblieben, an jenem Tag, wo doch die Uhr noch jede Viertelstunde mit ihrem zarten Klang so tut, als wäre es nicht vorbei. Jedoch ihr Klingen breitet sich aus im leeren Raum, der sich nicht füllt mit dem was war. Sie bleibt standhaft, die in geschwungenem Holz lebende Zeit, obwohl ihr Glas die Zeiger überdeckt und das filigrane Schloss sich nicht öffnet, damit er die Zeiger auf ewigwährend einstellen kann. 

Und dann ist nicht, was niemals sein kann. Sie bleibt stumm, die Zeit, ihr Ruf erstickt. Es ist nicht der misslungene Versuch der Kinderseele, auf Zehenspitzen und mit ausgestreckten Fingerchen das Schloss zu erreichen um das runde Glastürchen öffnen zu können, um die Zeiger zurück zu drehen, zurück auf die Zeit, die ewig währt. Es ist nicht Ewigzeit.

Am Steg

Die kleine Bucht am See ist umrandet von Schilf, das sich sanft im lauen Wind wiegt. Über eine Wiese schlendert die Träumerin in Richtung See und sieht den kleinen Holzsteg, der über das Ufer hinweg in den See hinein führt. Barfuss betritt sie den Steg, der noch von der untergehenden Sonne gewärmt ist. Sie blickt  über das ruhige Gewässer hinweg, in dem sich ein paar Blässhühner mit ihren Jungen tummeln. Der Abendhimmel ist getüncht in ein kräftiges Abendrot, ein Bussard dreht noch seine Kreise. 

Am Ende des Stegs setzt sie sich hin, lässt ihre Beine baumeln und taucht die Zehenspitzen in das erfrischende Wasser. Dieser zauberhafte Ort umhüllt sie, kein überflüssiger Laut dringt in die Musik der Natur ein.

Hier darf sie ihren Gedanken freien Lauf lassen, Sehnsüchten ihren Platz einräumen. Bestimmt hat der Wunsch nach Ruhe und den Schönheiten der Natur sie hierhin geführt. 

Die Oberfläche des Sees beginnt sich zu kräuseln, als wäre sie aufgeregt. Mit einem mal ist auch die Träumende etwas aufgewühlt, verspürt eine Nähe. Unsicher dreht sie sich um, richtet ihren Blick zurück, dem Steg entlang. Wer ist es, der sich über die Wiese dem Holzsteg nähert?

Der Besucher betritt den Steg, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt. Ist das hier nicht ihr Traum? Hat sie ihn etwa gerufen, ohne es zu bemerken? Oder ist dies sein Traum und er hat sie herein gebeten? Lächelnd kommt er auf sie zu, atmet die Abendluft tief ein und fragt in seiner charmanten Art, ob er sich setzen darf. Sie bittet ihn darum, obwohl ihr klar ist, dass er nicht vor hat, es nicht zu tun.

Gemeinsam geniessen sie die Stimmung des warmen Sommerabends. Die Stille, die Farben, die Düfte. Sie hätte tausend Fragen im Kopf, aber keine vermag sich als erste vorzudrängen. Ihr wird klar, dass dieses miteinander schweigen können eine Art Verbundenheit bedeutet. 

Neugierig wendet sie sich ihrem Besucher zu. Er richtet seinen Blick in sie hinein und tritt in ihre Seelenlandschaft. Er blickt sich um, geht von Raum zu Raum und fühlt sich wie zu Hause. Sie selbst kann nicht glauben, was passiert. Wie ein offenes Buch liegt sie vor ihm da, geduldig liest er Zeile um Zeile, schlägt behutsam Seite um Seite um. Und dann richtet sie ihren Blick zu ihm und er braucht ihr nichts zu sagen. Sie kann es in seinen Augen sehen.

La Rose de porcelaine

Auf meinen Streifzügen durch die wundervollen Inseln Polynesiens bin ich vielen Schönheiten der Natur begegnet. Zu Wasser der Vielfalt von bunten Fischen und Korallen, zu Land einer unbeschreiblich schönen Pflanzenwelt, die mich mit ihren Farben und Düften stets verzaubert hat. Fasziniert hat mich, wie die Einwohner viele der Pflanzen im Alltag nutzen, sei es als Schmuck, Parfum, Gewürz oder Heilmittel. Man ist der allgegenwärtigen Natur viel näher als in unseren Gefielden und schätzt sie entsprechend.

Die schönste aller schönen Blüten, die ich jemals sah, die fand ich ebenfalls auf so einer Entdeckungstour. Ich war ergriffen von ihr und weiss nicht, wie ich sie beschreiben soll. Sieht selbst, hier ist sie, die Rose de Porcelaine.

50% – Ja zur Masseneinwanderungsinitiative

Für diesen Beitrag hat mir die grossartige Zora Debrunner eine Carte blanche auf ihrem Blog erteilt:

http://apfelland.wordpress.com/2014/02/09/carte-blanche-fur-sandrastrazzi-50-ja-zur-masseneinwanderungsinitiative/

Mein Vater hat sich in den 50er Jahren mit seinem Vater zerstritten. Sie waren sich über den Weg, den die Familie in Zukunft gehen sollte, nicht einig. Als junger Mann, aufgewachsen im Krieg, schlecht gebildet, nichts anderes gewohnt als zu arbeiten, verliess mein Vater sein Land und seine Familie, um im Nachbarland Schweiz Arbeit zu finden. Dort gäbe es genug davon und man werde dafür anständig entlöhnt, so hiess es von Landsleuten. Er würde sich dort mit Fleiss jenes Geld verdienen, mit dem er sich dann im eigenen Heimatland seine Zukunft aufbauen würde. So sein Plan.

Kaum hatte er nach langem Warten seinen Pass erhalten, der ihn als Italiener auswies, ein Papier, das ihm zum ersten Mal in seinem Leben eine Identität verlieh, die über die Grenzen seiner Heimatprovinz hinaus galt, kaum hatte er dieses Dokument in seinen Händen, da zog es ihn weg. Es hat ihn nicht gestört, dass sein Name auf dem Reisepass, der ihm den Weg in seine Zukunft öffnen würde, dass der Name da falsch geschrieben war, wen kümmert das schon. Sie würden ihn halt einfach so nennen, wie es da steht und überhaupt, es würde ja nicht für lange sein.

Nun, es kam anders als gedacht. Die hübsche Verkäuferin im Lebensmittelladen hatte einfach zu schöne Augen und ihr Lächeln liess ihn spüren, dass ihm nicht alle Schweizer mit Misstrauen begegneten. Plötzlich gab es einen Grund, so rasch wie möglich Deutsch zu lernen, sich mit den Sitten dieses fremden Landes etwas genauer bekannt zu machen.

Die Verbindung der jungen Schweizerin mit dem jungen Italiener brachte den beiden einige Schwierigkeiten ein. Nicht nur aus Sicht der Schweizer, nein, auch die Italiener fanden das problematisch. Nicht die beiden. Sie heirateten und gründeten eine Familie. Die Kinder wurden als Italiener geboren, für die Bestimmung des Heimatlandes war der Pass des Vaters zuständig. Es war meinem Vater nie ein Bedürfnis, den Schweizer Pass zu bekommen. Er war Italiener, basta. Die Staatsbürgerschaft seiner Kinder, das war etwas anderes. Seine Kinder sollten Schweizer sein, das wollte er so sehr, dass er mit ihnen nur Deutsch redete – und dies obwohl seine junge Schweizer Ehefrau der italienischen Sprache durchaus mächtig war. Und sobald es möglich war, wurden seine zwei Söhne und die drei Töchter eingebürgert in das Land, in dem sie geboren wurden, dessen Sprache sie sprachen und dessen Schulen sie besuchten. Und so hat die junge Schweizerin ihrem Land fünf Schweizer geschenkt, gezeugt von einem Italiener zwar, aber hier geboren, eingeschult, ausgebildet, weitergebildet, Mitarbeiter geworden, Steuern bezahlt, Kunden geworden, Arbeitsplätze geschaffen.

Heute, sechzig Jahre nach der Ankunft des jungen Italieners in der Schweiz, haben 50% der Mitbürger seiner Kinder ihnen klar gemacht, dass es genug ist. Sie haben mit einem Ja zur Masseneinwanderungsinitiative der Schweizerischen Volkspartei den Kindern dieses jungen Italieners gezeigt, dass ihre Geschichte falsch gelaufen ist. Sie haben deutlich gemacht, dass ihr Vater in ihrer heutigen Heimat wohl als Arbeitskraft willkommen wäre, dass er ihr Land nach getaner Arbeit aber wieder zu verlassen hat.

Nichts mit den schönen Augen der Verkäuferin, die gehören den Schweizern; eine Italienerin soll er sich suchen, in Italien gefälligst. Die soll dann seine italienischen Kinder in einem italienischen Spital gebären. Sie sollen in Italien italienische Schulen besuchen und die italienische Sprache sprechen. Sollen sie doch in Italien auf ihren Vater warten, der in mehr oder weniger unregelmässigen Abständen nach Hause kommt. Sie könnten doch einen Beruf in der Tourismusbranche erlernen und im Sommer Schweizer Touristen bedienen, die ihnen dann erzählen, wie schön es in der Schweiz ist. Wie glücklich sie und ihr Vater sich schätzen können, dass er dort eine Arbeit gefunden hat. Und sie könnten ja mal als Touristen in die Schweiz kommen und sich anschauen, woher die Schwielen an den Händen ihres Vaters kommen: All die schönen Doppelmauerwerkeinfamilienhäuser mit extra dicken Betonwänden für die Zivilschutzkeller, all die prachtvollen Bankgebäude mit Hochsicherheitsbetonwänden.

Für die schöne Verkäuferin gibt es natürlich auch einen Plan: Sie könnte doch einen Schweizer heiraten, am besten einen Bauern. Sie müsste ihm nicht gerade fünf Schweizer Kinder gebären, zwei würden schon reichen. Am besten einen Sohn, der den Bauernhof übernehmen könnte und eine Tochter, die dann einen anderen Bauern heiraten könnte. Oder sonst einen reichen Schweizer, einen Banker zum Beispiel, der in dem schönen Bankgebäude arbeitet, das die Italiener ihm gebaut haben. Mit nur zwei Schweizer Kindern pro Schweizer Familie wären die Schweizer Schulen nicht so überfüllt und auf den Strassen wäre genug Platz, damit die Schweizer Schüler zur gleichen Zeit wie ihre Schweizer Väter unterwegs sein könnten. Das würde auch weniger Unfälle verursachen, ist doch praktisch!

Tja, liebe Kinder des jungen Italieners und der jungen Schweizerin, Glück habt ihr gehabt mit eurer Geschichte, aber jetzt ist genug! Jetzt läuft alles wieder nach Plan, verstanden?