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sprache ist heimat, heimat ist sprache

Ninna nanna, ninna oh
questo bambino a chi lo do?

Bin so klein, kann nicht verstehn,
kann nur ihre Lieder hörn

Se lo do alla befana
me lo tiene una settimana

Will nicht in die Ferne gehn
kann nicht in deine Stiefel stehn

Se lo do al bove nero
me lo tiene un anno intero

Ich geh fort und komm nicht wieder
doch der Wind singt ihre Lieder

Se lo do al lupo bianco
me la tiene tanto tanto

Und im Traum kehr ich zurück
finde Worte, Stück für Stück

Ninna nanna, nanna fate
il mio bimbo addormentate

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Den Klang zum Gedicht findet
man im Schlaflied (ninna nanna)

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sprache ist heimat, heimat ist sprache
Ein Impuls von Sophie Paulchen zur #frapalywo
http://www.paulchenbloggt.de

Nicht Ewigzeit

Es ist dieser Ort, an dem alle Kindheitserinnerungen ein Federbett gefunden haben. Ein Nest, wohlig und warm, in dem man sich behaglich fühlen kann. Es ist, als wäre dort die Zeit der Kindheit bewahrt, als wäre danach nichts mehr geschehen, als hätte diese Kinderseele entschieden: Alles was kommt ist nicht. 

Es ist nicht, dass der Abschied vom geliebten Menschen eine Lücke reisst in dieses Kinderleben, das so  glücklich war an seiner Hand. Nicht ist auch, dass der versprochene Ewigplatz im Herzen nicht der erhofften Rückkehr entspricht und nicht dieses riesige schwarze leere Loch wieder auffüllt mit Licht und Farbe und Wärme und Zuneigung. Niemalsnicht ist der Entzug der Liebe und der stillen Zeit geschehen, ganz bestimmt nicht ist der Ersatz für die leise Beruhigedichstimme diese Hektik der Überforderung und das laute Klagen über das Vergängliche im Leben, den Tod.

Es ist, als wäre die Zeit an jenem Ort stehen geblieben, an jenem Tag, wo doch die Uhr noch jede Viertelstunde mit ihrem zarten Klang so tut, als wäre es nicht vorbei. Jedoch ihr Klingen breitet sich aus im leeren Raum, der sich nicht füllt mit dem was war. Sie bleibt standhaft, die in geschwungenem Holz lebende Zeit, obwohl ihr Glas die Zeiger überdeckt und das filigrane Schloss sich nicht öffnet, damit er die Zeiger auf ewigwährend einstellen kann. 

Und dann ist nicht, was niemals sein kann. Sie bleibt stumm, die Zeit, ihr Ruf erstickt. Es ist nicht der misslungene Versuch der Kinderseele, auf Zehenspitzen und mit ausgestreckten Fingerchen das Schloss zu erreichen um das runde Glastürchen öffnen zu können, um die Zeiger zurück zu drehen, zurück auf die Zeit, die ewig währt. Es ist nicht Ewigzeit.